Für das letzte Jahrzehnt war die dominierende Anlagestrategie einfach: Kauf einen Indexfonds und vergiss ihn. Dieser passive Ansatz lieferte stellarer Renditen, größtenteils weil eine Handvoll Mega-Cap-Tech-Aktien den gesamten Markt nach oben trieb. Aber diese Flut kehrt sich um. In einer neuen Marktumgebung, die durch De-Globalisierung, Sektorenrotation und eine wachsende Lücke zwischen Unternehmensgewinnern und -verlierern gekennzeichnet ist, reicht es nicht mehr aus, einfach nur den Markt zu besitzen. Die Ära des aktiven Anlegers macht ein Comeback.
Das Kernproblem des passiven Investierens heute ist, dass es Sie zwingt, das Schlechte zusammen mit dem Guten zu besitzen. Ein Indexfonds gibt Ihnen eine Exposure auf den gesamten Markt, einschließlich überbewerteter Giganten und Unternehmen mit schwachen Fundamentaldaten. Da die Marktführung breiter wird und das Stock-Picking wichtiger wird, kann dieser „Einheitsgröße-für-alle“-Ansatz die Renditen deutlich unterdurchschnittlich ausfallen lassen. Der Markt wird weniger effizient und schafft Nischen mit Chancen, die nur durch Recherche und aktive Auswahl genutzt werden können.
Dies ist ein starker Rückenwind für engagierte Anleger. Es bedeutet, dass disziplinierte Recherche, ein tiefes Verständnis für Unternehmensfundamentaldaten und der Mut, konträr zu sein, erneut mit Alpha, also marktüberdurchschnittlicher Rendite, belohnt werden. Der Zeitpunkt ist reif, über die passive Eigentümerschaft hinauszugehen und ein aktiver Teilnehmer am Markt zu werden. Indem man die Unternehmen identifiziert, die am besten für die neue wirtschaftliche Realität positioniert sind – sei es in der Verteidigung, im Grüntech oder bei KI-gestützten Industrieunternehmen – können aktive Anleger Portfolios aufbauen, die nicht nur diversifiziert, sondern wirklich für die Zukunft optimiert sind.